Sunday, June 7, 2026
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Dreame L50s Pro Ultra im Test


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Für 749 Euro (UVP) bietet Dreame den L50s Pro Ultra an. Dabei handelt es sich um einen Saug- und Wischroboter mit ausfahrbarer Seitenbürste und einem Wischmopp, der nach außen fährt. In Summe wird Technik eingesetzt, die es für den Kaufpreis sonst erst jenseits der 1.000-Euro-Marke gibt. Überzeugt der Dreame L50s Pro Ultra auch im Test?

Verarbeitung und Einrichtung des Dreame L50s Pro Ultra

Dreame hat nichts am Design verändert. Der L50s Pro Ultra reiht sich nahtlos in die Designsprache des Unternehmens ein. Der Roboter ist in Weiß und Schwarz erhältlich. Mit 10,38 cm gilt er jedoch als vergleichsweise hoher Roboter. Überraschend für den Kaufpreis von 749 Euro ist, dass Dreame eine ausfahrbare Seitenbürste und einen schwenkbaren Wischmopp verbaut. Vor allem die mobile Seitenbürste gibt es in der Regel erst bei 1.000-Euro-Plus-Geräten.

Darüber hinaus gibt es eine Station mit zwei Wassertanks und einem Behälter für Putzmittel, das bei der Reinigung der Wischausrüstung dazugegeben wird. Eine Putzmittellösung ist im Lieferumfang enthalten. Ansonsten sind die typischen Funktionen an Bord: eine Absaugfunktion sowie die Moppreinigung und Wäsche.

Dreame L50s Pro Ultra
Dreame L50s Pro Ultra Image source: Thomas Kern / inside digital

Für die Steuerung und Inbetriebnahme lädst du dir die Dreame-Home-App herunter. Wie üblich bei Saugrobotern kannst du einen QR-Code, der sich unter der Haube befindet, scannen, um die Dauer des Einrichtungsprozesses zu verkürzen. Insgesamt dauert der Vorgang vom Auspacken bis zum Mapping im Test etwa zehn Minuten.

Die Kartierung der Testfläche dauert im Test nur einen kurzen Moment. Umso bemerkenswerter ist die Präzision, mit der der Raum gescannt wurde. Räume werden korrekt getrennt und Hindernisse in der Karte angezeigt. Bei Bedarf kannst du im Nachgang noch Anpassungen, beispielsweise in Form von Sperrzonen, vornehmen.

Diese Funktionen gibt es in der Dreame-Home-App

In der Dreame-Home-App findest du im Hauptmenü alle Einstellungen für den Reinigungsprozess. Die Möglichkeit, die Schrubbintensität einzustellen, gibt es bei diesem Modell nicht. Schließlich legst du fest, wie der Saugroboter durch dein Gelände navigieren soll. Weitere Anpassungsmöglichkeiten gibt es in den weiteren Einstellungen. Hier gibst du vor, ob er entlang der Bodenverlegerichtung fahren soll und wie der Saugroboter auf Teppiche reagieren soll. Also, ob sie gesaugt, ignoriert oder die Mopps beim Befahren angehoben werden sollen.

Screenshot aus der Dreame-Home-App
Screenshot aus der Dreame-Home-App Image source: Thomas Kern / inside digital

Saug- und Wischleistung des Dreame L50s Pro Ultra

Hinsichtlich der Saugleistung kann der L50s Pro Ultra vor allem auf glatten Oberflächen überzeugen. Dabei spielt es keine Rolle, ob er grobe oder feine Partikel aufsaugen soll. Stark zeigt er sich zudem in Ecken und an schwer erreichbaren Stellen. An diesen Stellen zeigt sich der Vorteil der ausfahrbaren Seitenbürste. Zudem verheddern sich im Testlauf auf Fliesen und Hartböden keine Tier- oder Menschenhaare in der Haupt- oder Seitenbürste.

Testvolumen (g) Ansaugvolumen (g) Effizienz (%)
Haferflocken (Fliesen) 10 g 9,5 g 95 %
Haferflocken (Teppich) 10 g 9,4 g 94 %
Sand (Teppich) 10 g 7,4 g 74 %

Anders sieht die ganze Geschichte auf Teppichen aus. Vor allem auf Hochflorteppichen wird die größte Schwäche des Saugroboters deutlich. Denn hier verschlechtert sich das Saugergebnis im Vergleich zum Resultat auf Hartböden deutlich. Einerseits konnte der Saugroboter nicht alle Haare vom Teppich aufsaugen. Und zum anderen verheddern sich Haare in der Haupt- und Seitenbürste. Zumindest die Teppicherkennung klappt gut. Vor dem Befahren hebt er die Mopps um 10,5 mm an. Die Wischerausrüstung in der Station absetzen, kann der L50s Pro Ultra nicht.

Dreame L50s Pro Ultra
Dreame L50s Pro Ultra Image source: Thomas Kern / inside digital

Fürs Wischen setzt Dreame auf herkömmliche rotierende Wischpads. Obwohl der Anpressdruck (13 Newton) fast so hoch ist wie beim Roborock Saros 20 Sonic (14 Newton), der im Test mit einer Wischplatte eine starke Wischleistung gezeigt hat, ist das Wischergebnis des L50s Pro Ultra nur durchschnittlich. Denn der Roboter benötigt für eingetrocknete Flecken (Senf im Test) mehrere Durchläufe, bis keine Rückstände mehr zu sehen sind.

Rückseite des Dreame L50s Pro Ultra
Rückseite des Dreame L50s Pro Ultra Image source: Thomas Kern / inside digital

Was sich beim Saugen zeigt, bestätigt der Roboter auch beim Wischen. Denn durch das ausfahrbare Wischpad gelangt der Sauger beim Wischen besser in Ecken als andere Saugroboter aus der Preisklasse. Das Ergebnis ist dennoch nicht perfekt. Einige Überreste lässt der Roboter liegen. Bei der Akkulaufzeit verzeichnet der Roboter, Dreame-untypisch, einen hohen Verbrauch. 30 Minuten saugen und wischen auf den jeweils höchsten Leistungsstufen kosten den Roboter 38 Prozent seiner Batterie.

Navigation und Hinderniserkennung im Test

Anders als Roborock beim Qrevo Curv 2 Pro (Test) setzt Dreame keinen absenkbaren Navigationsturm ein. Im Umkehrschluss ist die hohe Bauform des Saugroboters im Alltag ein Manko. Für die Navigation vertraut Dreame auf die LDS-Technologie. In diversen Tests von Dreame-Saugrobotern habe ich immer die Hinderniserkennung gelobt.

Navigation des Dreame L50s Pro Ultra
Navigation des Dreame L50s Pro Ultra Image source: Thomas Kern / inside digital

Überraschenderweise leistet sich der L50s Pro Ultra zahlreiche Patzer im Test. Insbesondere bei Stuhl- und Tischbeinen zeigen sich Schwächen, da der Roboter diese Hindernisse in einigen Fällen zu spät erkennt. Ansonsten bringen den Roboter hohe wie flache Gegenstände wie Kabel nicht in Bredouille.

Fazit: Für diesen Preis ein solides Leistungspaket

Für einen Kaufpreis von 749 Euro bietet der Dreame L50s Pro Ultra ein erstaunliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Noch erstaunlicher wird es, wenn der Dreame-Saugroboter erneut im Preis fällt, da es ihn bereits für 549 Euro bei Amazon gab. Spätestens für diesen Preis ist dieser Saugroboter ein absoluter No-Brainer. Seine Stärken hat der Sauger auf Hartböden und Fliesen. Hier überzeugt das Reinigungsergebnis. Für Teppiche ist der L50s Pro Ultra dagegen keine gute Wahl. Wer nach einem günstigen Saugroboter bis 500 Euro sucht, sollte sich alternativ den Tapo RV50 Pro Omni (Test) genauer anschauen.

Testsiegel Dreame L50s Pro Ultra
Testsiegel Dreame L50s Pro Ultra / Bildquelle: inside digital

Vorteile:

  • Starke Saugleistung auf Hartböden und Fliesen
  • Solide Reinigung in Ecken
  • Keine Probleme mit Haaren auf glatten Oberflächen

Nachteile:

  • Probleme auf Hochflorteppichen
  • Hohe Bauform verhindert Reinigung unter Möbeln
  • Durchschnittliche Wischleistung

Der Dreame L50s Pro Ultra ist ein solider Saugroboter für Hartböden und Fliesen. Jedoch lohnt er sich nicht für Haushalte mit vielen Teppichen oder wenn viel Wert auf die Wischleistung gelegt wird.

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