Im Juni 2026 erreichte Deutschland eine enorme Hitzewelle. Ich selbst wohne in einer Dachgeschosswohnung und habe hier gemeinsam mit meiner Frau und meinem Kater unter den extremen Temperaturen gelitten. Wie viele, haben wir dann – viel zu spät, wie sich herausstellt – über den Kauf einer mobilen Split-Klimaanlage nachgedacht. Da die aber überall ausverkauft sind (oder viel zu teuer verkauft werden), haben wir uns nach anderen Möglichkeiten der Hitzereduktion umgesehen. Von den vielen Sachen, die wir probiert haben, hat uns eine UV-Sonnenschutzfolie am meisten überzeugt.
Warum die Midea PortaSplit und Co. keine Option sind
Wer zur Miete wohnt, kann nicht einfach so eine festeingebaute Split-Klimaanlage kaufen. Dadurch hat sich rund um mobile Split-Geräte ein waschechter Hype entwickelt. Die Midea PortaSplit ist dabei sicherlich das bekannteste Modell dieser Art. Das Problem: Solche Geräte sind entweder überall ausverkauft, oder werden jetzt von Resellern und dubiosen Händlern zu teils absurden Preisen verkauft. Die Midea PortaSplit kostet bei einem Dritthändler bei Otto derzeit etwa über 3.000 Euro. Und auch das Cool-Modell der Marke habe ich bei Amazon (über einen Dritthändler) für satte 1.950 Euro entdeckt – das ist beides absurd teuer! Also müssen Alternativen her.
UV-Sonnenschutzfolie als Lösung
Eins vorweg: Natürlich kann eine UV-Sonnenschutzfolie die Wohnung nicht direkt abkühlen und sie ist vom Effekt her keinesfalls mit einer Klimaanlage zu vergleichen. Vielmehr möchte ich dir einen kleinen Tipp zur Hitzereduzierung in der Wohnung mit auf den Weg geben, der bei mir daheim einen spürbar positiven Effekt hatte.
Wie funktioniert eine UV-Sonnenschutzfolie überhaupt?
UV-Sonnenschutzfolien funktionieren, einfach ausgedrückt, wie ein Spiegel für Sonnenstrahlen. Statt diese in die Wohnung zu lassen, wird ein Großteil davon direkt am Fenster abgewiesen. Dies soll den Innenraum weniger aufheizen. Zusätzlich werden UV-Strahlen gefiltert, was etwa das Ausbleichen von Möbeln verhindern soll.
Was sind meine Erfahrungen mit einer UV-Sonnenschutzfolie?
Bei mir daheim habe ich diese UV-Sonnenschutzfolie der Marke WindowWonders angebracht und bin absolut zufrieden. Es gibt aber viele vergleichbare Produkte. Hier ist etwa Amazons Tipp, der allerdings etwas teurer ist. Das Anbringen an der Außenseite des Fensters ist dabei relativ unkompliziert: Fenster und Folie mit Wasser (und ein wenig Spülmittel) befeuchten, anbringen, glattziehen – fertig. Je nachdem, welche Maße man bestellt, muss man die Folie zuvor eventuell noch zuschneiden. Bei dem von mir gekauften Produkt sind ein Cuttermesser genauso wie ein Rakel zum Glattziehen im Lieferumfang inklusive.
Den gewünschten Effekt, also dass die Sonne und damit die Wärme weniger stark in die Wohnung gelangt, kann ich absolut bestätigen. Der Unterschied ist spürbar, die Temperatur um einige Grad niedriger als sonst. Interessanterweise habe ich zusätzlich auch einen psychologischen Effekt bemerkt. Die Folie sorgt für kühleres Licht, und beim Rausschauen wirkt dadurch alles etwas dunkler und weniger sonnig. Statt wie ein hitziger Sommertag sieht es eher wie ein angenehmer Frühlingstag aus.
Das solltest du vor dem Kauf wissen
Wichtig zu wissen: Die von mir gekaufte Folie wird zwar als „blickdicht“ beschrieben, das stimmt aber nur bedingt und ist auch der Hauptkritikpunkt in den Kundenrezensionen auf Amazon. Sobald die Sonne draufscheint, spiegelt die Folie stark und macht ein Hereinschauen quasi unmöglich. Ist keine Sonne da, kann dich aber jeder sehen. Mir persönlich ist das egal, da ich die Folie nur zur Hitzereduktion nutze, es sollte dir aber vor dem Kauf bewusst sein.

