Personalisierte Routen und weniger Sprachansagen

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Personalisierte Routen und weniger Sprachansagen


Neben Google Maps und Apple Karten ist Waze eine der bekanntesten Navi-Lösungen für iOS und Android. Die App gehört zwar schon seit vielen Jahren zu Google, konzentriert sich aber weiterhin primär auf die Navigation und will keine eierlegende Wollmilchsau sein. Das zeigt auch die jüngste Ankündigung, in der Waze Verbesserungen an der Routenplanung, der Sprachausgabe und der Sprachsteuerung vorstellt. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört die personalisierte Navigation, die aus deinen bisherigen Fahrten lernt.

Waze: Die personalisierte Navigation ausprobiert

Die neue personalisierte Navigation konnte ich bereits selbst ausprobieren. Die Idee ist einfach: Nutzt du Waze regelmäßig auf derselben, dir bekannten Strecke, lernt die App deine Vorlieben. Zwar führen viele Wege nach Rom, aber du bevorzugst möglicherweise aus den unterschiedlichsten Gründen eine bestimmte Route. Genau das soll die App nun berücksichtigen und eine häufig gewählte Strecke auch dann vorschlagen, wenn eine andere Route etwas schneller wäre.

In meinem Fall gibt es zum Beispiel viele Wege, um meine Freunde in San Francisco zu besuchen. Dank der neuen personalisierten Navigation will mich Waze aber nicht länger immer wieder auf die schnellere Route schicken. Diese ist mit extremen Steigungen, vielen Stoppschildern und unübersichtlichen Kreuzungen gespickt. Ich bevorzuge daher eine etwas langsamere Route mit Ampeln. Dank grüner Welle komme ich dort dennoch zügig ans Ziel.

Wenn du lieber etwas mehr Zeit auf den Straßen in der Stadt verbringst, um der Hektik auf der Autobahn zu entgehen, lernt Waze diese Präferenz. Beim Start der Navigation stehen dir wie gewohnt mehrere Routen zur Auswahl.

Aus deinen früheren Fahrten lernt Waze außerdem, wie lange du für einen bestimmten Streckenabschnitt benötigt hast. Damit kann die App deine Ankunftszeit genauer vorhersagen. Unter Einstellungen > Navigation > Personalisierung kannst du die Funktionen auf Wunsch unabhängig voneinander deaktivieren.

Weniger Unterbrechungen während der Fahrt

Nach dem Start der Navigation kannst du die nächste Neuheit ausprobieren. Zusätzlich zu den bekannten Optionen „Normal“, „Nur Warnungen“ und „Aus“ findest du hier nun eine vierte Auswahlmöglichkeit: „Kurze Anweisungen“. Bei meinen Versuchen waren die Hinweise tatsächlich kürzer und seltener zu hören. So nannte Waze etwa nicht mehr ausdrücklich den Straßennamen, an dem ich abbiegen musste. Stattdessen hieß es nur noch, ich solle links oder rechts abbiegen.

Waze-Einstellung „Sprachanweisungen“ auf einem iPhone mit ausgewählter Option „Kurze Anweisungen“
Mit „Kurze Anweisungen“ reduziert Waze die Zahl und Länge der gesprochenen Hinweise. Image source: Holger Eilhard / inside digital

Du bekommst weiterhin die wichtigsten Anweisungen. Andere Audioinhalte unterbricht die App aber nicht mehr so häufig. Vor allem wenn du gerne Hörbücher oder Podcasts hörst, ist das eine willkommene Neuerung.

Neue Sprachsteuerung in Waze

Neben der neuen Option bei der Sprachausgabe bietet Waze auch Neuheiten bei der Spracheingabe. Während der Fahrt konntest du bereits mit der App sprechen, um beispielsweise ein Objekt auf der Straße oder einen Stau zu melden. Du musst nicht mehr lange nach der passenden Option suchen. Ein kurzer Tipp auf das deutlich sichtbare gelbe Plus-Symbol genügt. Die App aktiviert dann das Mikrofon und du kannst deine Meldung in natürlicher Sprache formulieren. Mit der aktuellen Erweiterung kannst du auf diese Weise auch Straßensperrungen oder veraltete Adressen melden.

Eine weitere neue Sprachfunktion war in meiner Version von Waze noch nicht aktiv. Die neue Zielsuche mit Gemini wird derzeit schrittweise für Beta-Tester weltweit ausgerollt. Damit sollst du in natürlicher Sprache nach passenden Zielen suchen können. Als Beispiele nennt das Unternehmen Sätze wie „Finde ein Café, das jetzt geöffnet hat“ oder „Finde eine Tankstelle in der Nähe mit den niedrigsten Preisen“.